Hinnenkamp (jarö). Andre Globisch avancierte auf der diesjährigen Generalversammlung des Schützenvereins Hinnenkamp von 1903 am vergangenen Freitagabend im Clubraum zum „Mann des Abends“: Erst wählten ihn die über 70 anwesenden Schützinnen und Schützen unter der souveränen Regie des 62 Jahre alten Schützenpräsidenten Andreas Frankenberg bei den turnusgemäß anstehenden Neuwahlen einstimmig zu ihrem Schießwart wieder. Dann zeichnete ihn Schützenpräsident Frankenberg nach einstimmigem Vorstandsbeschluss auch noch mit dem diesjährigen Verdienstorden aus, was die Grünröcke mit anhaltendem Beifall honorierten. „Im letzten Jahr bist du sehr aktiv gewesen. Du hast keine Vorstandssitzung verpasst und bringst gute Ideen in die Vereinsarbeit ein“, würdigte Frankenberg seinen Vorstandskollegen. Anna Hüdepohl, Anina Junghans und Philipp Landwehr bestimmte die Versammlung zu Beisitzern. Präsidententochter Alena Frankenberg, Anina Junghans und Jarno Schröder gehören neben Tim Frankenberg, Bernd Hausfeld und Anna Hüdepohl nun dem Festausschuss an. Zum neuen Kindervater bestimmten die Schützen Andre Hanusch, da der amtierende Kindervater Marco Globisch seinen Posten frei gab. Neue Vereinsmeisterin wurde mit 103,4 Ringen Marie Böhmann. 91,7 Ringe reichten Kurt Oevermann zum begehrten Titel des Vereinsmeisters bei den Herren. Im Stechen mit 30,2 und zuvor 52,1 Ringen sicherte sich Marianne Frankenberg den Jubiläumspokal. Aber der „Abräumer“ des Abends hieß Dieter Sahlfeld: Er erhielt bei 102,4 Ringen den Sterni-Pokal, lag mit 15 Punkten beim Wanderpokal Freihand, mit 11 Siegen beim Senioren-Pokal vorn und bekam beim sogenannten Leiterschießen auch noch eine weitere Sprosse verliehen. Beim Kirchspielpokal in Hörsten ließ der Schützenverein Hinnenkamp mit 609,8 Ringen der Konkurrenz aus Campemoor, Hörsten und Vörden keine Chance. Beste Schützin war hier Ulrike Droste-Bohne mit 52 Ringen, das punktgleiche Ergebnis steuerte Tim Böhmann als bester Schütze bei. Lisa Torbecke führte die Liste der Monatssieger der Jugend mit drei Erfolgen vor Laura Globisch und Fiona Bernhard an. Fiona Bernhard heißt die neue Vereinsmeisterin der Jugend mit 52,0 Ringen. Den Wanderpokal der Damen nahm Petra Engelke mit überragenden 22 Punkten mit heim. Jürgen Droste errang 18 Punkte und bekam den Wanderpokal der Herren. Mit 52,1 Ringen erhielt Kassenwart Karsten Krämer den Königspokal verliehen. Die „große silberne Eichel“ ging an Christoph vor dem Mesche. Björn Böckmann und Jannis Prues erhielten die große goldene Eichel. Schießwart Tim Böhmann kann sich nun mit der Goldenen Schnur zieren. Hermann Droste, Andreas Frankenberg, Dennis Kazan und Patrick Rechtien verlieh Schießwart Andre Globisch die große goldene verzierte Eichel. „Aktuell zählt unser Verein 379 Mitglieder“, bilanzierte Schützenpräsident Frankenberg in seinem Jahresbericht, dem selber sogar die nur alle fünf Jahre zu vergebende Kaiserwürde zu Teil wurde. 13 Neuzugängen stünden acht Austritte entgegen, so dass der Verein im Vergleich zum Vorjahr um ein Mitglied reicher sei: Ein ganz besonders prominenter Neuzugang hieß Klaus Rüdiger. Hörstens amtierender Schützenpräsident ist nun auch ordentliches Mitglied im befreundeten Schützenverein Hinnenkamp und wohnte der Versammlung nun stimmberechtigt bei. Mit einem dreifachen „Horrido“ ehrte der Verein seinen „Methusalem-Schützen“ Bernhard Buck. Der 75Jährige gehört seit einem halben Jahrhundert „seinem“ Verein an, würdigte Frankenberg. 2009 regierte Buck zusammen mit seiner Ehefrau Roswitha als Schützenkönig, fast ein Jahrzehnt lang engagierte er sich darüber hinaus als Beisitzer im Vorstand. Für ihr „Lebenswerk“ und Wirken im Schützenverein zeichnete Frankenberg Hilde und Heinz Kröger aus. Ob als „gute Fee in der Küche“ oder „helfende Hände“ bei der Gartenarbeit, das Ehepaar Kröger sei jahrzehntelang „stets zur Stelle“ gewesen. In Abwesenheit dankte Frankenberg Berthold Torbecke, der regelmäßig seinen Dienst beim sonntäglichen Frühschoppen gewissenhaft absolviere. Für das diesjährige Schützenfest, das Hinnenkamp am Samstag und Sonntag (20. und 21. Juni) feiere, stellte der Schützenpräsident einen neuen Antreteplatz und Weg zum Schützenfest vor. Samstag, 20. Juni, sei um 17 Uhr Antreten bei Familie Wüllner mit allen Kindern, die dann vom Spielmannszug Epe direkt zum Schützenplatz geleitet werden. Am Schützenfestsonntag sei Start um 13:30 Uhr bei Familie Rechtien, wo die Feuerwehrkapelle Vörden durch den Ort mit Trinkpause bis zum Schützenplatz führe. Die neue Regelung sei nötig geworden, da die Feuerwehrkapelle Vörden nicht mehr den alten, längeren Weg gehen wolle. „Wir sind froh, dass wir die Feuerwehrkapelle Vörden haben“, verteidigte Frankenberg die Wegersparnisse von rund 900 Metern. Bei 10 Enthaltungen und drei Gegenstimmen votierte die Versammlung für diese neue Marschroute. Den dann aktuell gültigen Bierpreis bezifferte Frankenberg auf 2 Euro pro Glas. „Während des zeitgleich stattfindenden WM-Spiels Deutschlands kostet ein Bier aber nur 1,50 Euro“, machten die anwesenden Festwirte Marcel und Wilhelm Otte der Gastwirtschaft  „Zum Schwarzen Ross“ ein besonderes Angebot während der Fußballübertragung. Im kommenden Jahr kommen auf die Schützen aus Hinnenkamp mit der Renovierung des Hallendaches hohe Summen zu. 2027 solle die Schützenhalle für rund 130.000 Euro ein neues Blechdach, in der Halle eine neue Dämmung und eine insgesamt etwas tiefere Decke bekommen, blickte Frankenberg nach vorn. „Wenn wir 1140 Stunden Eigenleistung erbringen, reduzieren sich die Kosten auf rund 76.000 Euro“, rechnete Frankenberg vor, der sich auch um Fördermöglichkeiten kümmern wolle. „50.000 Euro auf 10 Jahre als Kredit? So lange können wir nicht sparen“, rechnete auch Kassenwart Krämer vor. „Wir wollen unsere Schützenhalle erhalten. Sie ist vor Ort unser einziger Treffpunkt“, warb auch Jens Torbecke um Unterstützung und Zustimmung. Konkrete Zahlen werde es auf der kommenden Jahreshauptversammlung geben, die bedingt durch einen zeitigen Dammer Carneval am 30. Januar des nächsten Jahres schon am Samstag, 23. Januar 2027, stattfinden werde. Dann stehen auch die turnusgemäßen Wahlen des Präsidenten, Schießwartes und eines Beisitzers an. Bis dahin wolle der Verein sich Gedanken zu Fördergeldern, Events und Spenden machen. Übrigens: Die erste Einzelspende eines Schützen in Höhe von stattlichen 1.000 Euro ging noch am selben Abend ein. Zum Vergleichsschießen treten die Schützinnen und Schützen am Freitag, 27. Februar, um 19 Uhr in und gegen Ossenbeck an.
Text: Jan Röttgers

Bernhard Buck, 50 Jahre Vereinsmitglied
Andre Globisch, Verdienstorden
Neuer Vorstand: Sascha Mathew, Jürgen Droste, Karsten Krämer, Philipp Landwehr, Pascal Möller, Anna Hüdepohl, Andreas Frankenberg, Nils Harms, Jannis Prues, Andre Globisch, Tim Böhmann, Marco Globisch. Es fehlt Andreas Rechtien, Anina Junghans
Hilde Kröger