Schützen sind für „Restart“ bei Herzstillstand gerüstet

An der Schützenhalle Hinnenkamp ist ein Defibrillator einsatzbereit

Für jedermann gut sichtbar ist neben dem Saaleingang der Schützenhalle in Hinnenkamp ein Defibrillator angebracht worden. Finanziert wurde er aus Geldern der Landwind-Gruppe, die über die Bürgerstiftung Neuenkirchen-Vörden zugewiesen wurden. Insgesamt hat die Bürgerstiftung den Vereinen und Gruppen unter dem diesjährigen Themenschwerpunkt „Helden im Notfall“ 21 200 Euro zur Verfügung gestellt. 1 500 Euro davon erhielt der Schützenverein Hinnenkamp für die Anschaffung eines Defibrillators, kurz „Defi“ genannt.

Den Vorstandsmitgliedern der Bürgerstiftung, Konrad Stromann und Norbert Feldkamp stellte Schützenpräsident Andreas Frankenberg das Gerät vor. Der Vorstand des Schützenvereins habe die Notwendigkeit der Anschaffung gesehen, so Frankenberg, weil nicht nur vereinsinterne und private Feiern an und in der Halle stattfänden, sondern auch zahlreiche Fahrradfahrer, Wanderer oder Teilnehmer von Planwagenfahrten hier Rast machen würden. Ihm sei es wichtig gewesen, den Defi gut sichtbar und jederzeit erreichbar zu platzieren, erläuterte Frankenberg. Im Notfall würden Beteiligte schnell in Panik geraten und die Orientierung verlieren. Deshalb sei die richtige Ortswahl für die Anbringung wichtig.

Der Defibrillator ist außen am Gebäude angebracht. „Ein Restrisiko durch Vandalismus nehmen wir Bewusst in Kauf“ sagte er dazu. Die Gewährleistung eines jederzeitigen und schnellen Zugriffs habe Vorrang. Außerdem werde der Bereich per Video überwacht, wodurch potentielle Täter abgeschreckt würden, so seine Hoffnung. Waren Defibrillatoren bis vor einigen Jahren nur aus den Arztserien im Fernsehen bekannt, sind sie heute an vielen Gebäuden und Plätzen zu finden. Das hat gute Gründe:

Bundesweit sterben jährlich etwa 100 000 Menschen an einem plötzlichen Herztod. Viele könnten bei schneller Hilfe gerettet werden. Voraussetzung dafür ist eine schnelle Schockbehandlung mit einem Defibrillator. Dadurch können das Kammerflimmern oder andere Herzrhythmusstörungen unterbrochen werden. Das Herz bekommt so quasi die Möglichkeit zum Neustart.

Dabei spielt der Zeitfaktor eine große Rolle. Mit jeder Minute sinkt die Überlebenschance um10 %. Bis zum Eintreffen eines Rettungswagens ist es damit häufig zu spät.

Die Bedienung dieser „Jedermann-Defis“ ist kinderleicht, auch wenn sie nicht geübt wurde. Das Gerät ist für Laien konzipiert, analysiert automatisch den Herzrhythmus und unterstützt den Ersthelfer durch Sprachanweisungen und mit leuchtenden Piktogrammen. Es kann eigentlich nichts falsch gemacht werden, außer – man macht nichts.

Einen herzlichen Dank richtete Andreas Frankenberg an die Vertreter der Bürgerstiftung für die finanzielle Unterstützung bei der Umsetzung dieser „überaus sinnvollen Maßnahme“.


Der Schützenverein Hinnenkamp öffnet am Dienstag, den 25.08.2020 ab 19 Uhr,

zur Wiederaufnahme des Schießbetriebes.

Die Teilnahme wird dokumentiert.

Die Hygienevorschriften und Absrandsregeln werden natürlich eingehalten.

 


Anlässlich der Generalversammlung des Schützenvereins Hinnenkamp, stellte Schießwart Marek Böhmann seinen hervorragend ausgearbeiteten und ausführlichen Schießbericht vor:

Vereinsmeister Herren  
1. Dennis Kazan 95,3 Ringe
2. Jens Torbecke 89,0 Ringe

 

Vereinsmeister Damen  
1. Katja Böhmann 101,9 Ringe
2. Margret Heckert 99,6 Ringe